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Simon und Renoldi – The Concept Store präsentiert:
Vera Dreßen "RaumZeitBrüche" – 19. Januar bis 16. Februar 2010

Köln, 19. Januar 2010 –Vera Dreßen, geboren am 09.September 1969 in Bonn. Wohnhaft in Köln. Kunst-Ausbildung im Rahmen ihres Studiums. Inhalte der Ausstellung sind Hochdrucke auf Papier und Lack- und Permanentstift-Zeichnungen auf Fotografien. Die Bilder werden vom 19. Januar bis zum 16. Februar 2010 bei Simon und Renoldi zu sehen sein.

Die Werke von Vera Dreßen sollen das Nachdenken der Künstlerin über die wechselseitigen Verhältnisse von Welt, Wahrnehmung, Raum und Zeit reflektieren und repräsentieren. Die Werke von Vera Dreßen gliedern sich in drei Werkgruppen.

Werkgruppe I: Glück – Bewegung – Erinnerung

Die Künstlerin möchte den dargestellten Kindern trotz Reduktion durch die linearen Zeichnungen einen Ausdruck, ein Gefühl zu verleihen. Die Kinder repräsentieren Lebendigkeit und Freude. Gerade weil der Kopf in ihren Zeichnungen ohne Gesichtszüge bleibt oder ganz weggelassen wird, muss die lineare Körperform diese Aussage transportieren. Die Kinder sind alle im Moment der Bewegung gezeichnet. Die Bewegungen werden spürbar, weil jeder Betrachter sie schon kennt und schon selbst ausgeübt hat. Wohl jeder verbindet mit solchen Bewegungen freudige Kindheitserinnerungen (Kinderzeit = glückliche Zeit). Die Kinder sind vor kontrastreichen Hintergründen platziert.

Genau wie sich die Bewegungen unseres Körpers im Laufe der Zeit verändern, so verändern sich auch unsere Erinnerungen, und zwar kontinuierlich. Erinnern wird also auch zum Bewegungsvorgang: eine mentale Bewegung, die Erinnerungsinhalte verwischen, schärfen, umfärben, verblassen, überblenden und isolieren kann. War die Schaukel wirklich 5m hoch? Was stand früher an der Stelle?

Heimatlose werden meist aus aufsichtiger Perspektive auf dem Boden abgelichtet. Bewusst sollte bei diesen Werken keine eindeutige Stimmung, keine platte Tristesse erzeugt werden, so wählte die Künstlerin sowohl trübe, als auch kontrastreiche Farben aus. Könnte der Mann mit schwarzer Hose nicht auch einen Großeinkauf getätigt haben? Ist die schwarze Person auf dem Boden nicht vielleicht doch ein Nachtschwärmer, der den Bus verpasst hat? Schäbige Lumpen oder urbaner Chic? Am Ende der Existenz oder nur am Ende der Party?

Werkgruppe III: Fotografie – Kontur – Dislokation

Das Feld der Fotografie ist eine Wiederentdeckung der Künstlerin aus früheren Schaffenszeiten. Das Spiel mit Fotografie und Zeichnung ist für die Künstlerin reizvoll. Die Zeichnungen liegen jedoch erkennbar im Fokus der Bildrezeption. Zwischen Zeichnung und Hintergrund soll eine wechselseitige Dislokation hervorgerufen werden. Personen ohne Gegenpart, Orte ohne Menschen, Handlungen ohne Folgen, Wirkung ohne Ursache.

Allen Bildern gehen blinde Konturenzeichnungen als Vorstufen voraus. Bei dieser Art von Zeichnung werden die Einzelheiten genau erfasst. Die Qualität und die Eigenart der einzelnen Striche machen das Endergebnis so interessant. Die Zeichnungen erscheinen locker.

Für die Werkgruppen I und II hat die Künstlerin das Medium des Hochdruckes gewählt. Der künstlerische Gestaltungsprozess – die Bildidee wird entwickelt, eine Zeichnung erstellt, der Druckstock wird hergestellt, das grafische Blatt wird gedruckt – und das planvolle Arbeiten kommt dem Strukturierungsbedürfnis der Künstlerin entgegen. Das Arbeitsgebiet zeichnet sich durch eine Fülle verschiedener Anforderungen handwerklicher, emotionaler und intellektueller Art aus. Der eigentliche Zweck des Druckens, serielle Vervielfältigung, steht bei der Künstlerin nicht im Vordergrund. Die Drucke sind limitiert auf 5 pro Werk.

Der Weißlinienschnitt, die ungedruckte weiße Linie, ist genau das, was die Blindzeichnungen verlangten. Die weißen Linien sind durch ihre unruhige Art gekennzeichnet, was dem unperfekten Druckergebnis entgegenkommt.

Während in der Werkgruppe I nur einzelne Teile der Person und/oder Hintergründe andersfarbig gedruckt sind, hat sie die Heimatlosen komplett eingekleidet und ihnen so die Durchsichtigkeit genommen.

In einigen Bildern werden mit dem Aufkleben von schwarzer Folie die weißen Linien durchbrochen. Hier entstehen ein zusätzliches Wechselspiel der Wahrnehmung und eine kleine, nur angedeutete Anspielung auf die Schwarzkonturen der Comic-Kunst und der Pop- Art.

In der Werkgruppe III (Fotografie – Kontur – Dislokation) wählte die Künstlerin für die Übertragung der Zeichnungen auf den Fototräger Lack- bzw. Permanent-Stifte. Die weißen Lackstift-Linien suggerieren eine Auslassung. Das Prinzip der Auslassung wird beim Wechsel zu den schwarzen Konturen innerhalb der Figuren noch deutlicher, da diese Linien – anders als beim Comic – keine Farbflächen umgrenzen und nicht den Raum segmentieren. Vielmehr schaffen Auslassung und Transparenz eine zusätzliche Raumdimension, in der die Möglichkeit und Gleichzeitigkeit verschiedener Zeiten und Orte sichtbar wird. Alle Rahmen dieser Ausstellung sind gefertigt von Ursula Engelhardt (Bonn) und Wiebke Nett (Bonn).

Erreichbarkeit / Verkehrsanbindung

Durch die unmittelbare Nähe von Simon und Renoldi zum Rudolph- und Friesenplatz ist die Ausstellung sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Das gegenüberliegende Parkhaus bietet ausreichend Stellfläche für PKWs.

Einen besonderen Service bietet Simon & Renoldi mit der Möglichkeit persönliche Termine zu vereinbaren – falls gewünscht auch außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten. Kunden können so bei einem Glas Champagner oder einem Espresso ungestört die Ausstellung genießen. Die allgemeinen Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 12 bis 19 Uhr sowie Samstag 11 bis 19 Uhr.

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Pressekontakt

Leonie Stockmann
Tel.: 0 221-945 87 033
Fax: 0 221-945 87 032
leonie@simonundrenoldi.com
www.lebloc.de

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